Qualitative Forschung im Studio

Qualitative Forschung im Studio

Viele qualitative Fragen sind mit etablierten Forschungsansätzen auf ökonomische Weise zu klären. Eine wesentliche Frage ist, wie viele Konsumenten man gleichzeitig befragt und beobachtet.

  • Tiefenpsychologische Einzelexplorationen empfehlen sich bei allen Forschungsfragen, bei denen die Authentizität von Konsumentenäußerungen durch die Anwesenheit weiterer Konsumenten gefährdet erscheint. Beispielsweise bei schambehafteten Themen wie feuchtes Toilettenpapier. Oder falls die einfache Verständlichkeit einer Idee von zentraler Bedeutung ist.
  • Gruppenexplorationen (4-10 Konsumenten) sind - trotz vielfacher Kritik - eine gute Möglichkeit, innerhalb kurzer Zeit ein reichhaltiges Meinungs- und Wahrnehmungsspektrum durch qualifizierte Moderation abzubilden.
  • Triadische Tiefeninterviews (2 Konsumenten) bieten einen Kompromiss aus der Intimität einer Einzelexploration und der Dynamik von Gruppen. Unter Umständen kann es sinnvoll sein, dass sich die beiden Teilnehmer gut kennen (Friendship-Pair-Interviews).

 

Gruppendiskussionen oder Einzelinterviews sind keine Abfragestunden.

Auch innerhalb etablierter, altbewährter Forschungsansätze empfiehlt sich der Einsatz kreativer, spielerischer Techniken. Diese schaffen eine Atmosphäre der Dynamik, Wachheit und wechselseitiger Inspiration.

Eine Gefahr bei etablierten Ansätzen ist eine verbale Fixierung, die ein limitiertes Gefühlsempfinden und Rationalisierungen auf Seiten der Befragten bedingen kann. Die innere Empfindungswelt von Befragten wird indes angeregt, wenn unterschiedliche Formen der Expressivität ermöglicht werden (z.B. narrativ, zeichnerisch, gestisch).

Einige Techniken:

  • Archetypical Immersion
  • Cartoons / Gelenkte Tagträume / EmoFocusing
  • Consumer Shoes
  • Fantasy Drawings
  • Home Stories / Art & Crafts
  • Mapping
  • M&R Emo Vision
  • M&R Photo Choice
  • Multiple Me